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Eine Woche in Nicaragua

Lake Nicaragua und Ometepe

Wir überspringen El Salvador und Honduras zum einen weil es sich um die gefährlichsten Länder Zentralamerikas handeln soll, zum anderen weil wir ein bisschen Zeitdruck haben. Warum? Weil wir uns darauf eingelassen haben zuzusagen, dass wir Ende März in Panama sein können. Dort werden wir zusammen mit Freunden für 3 1/2 Wochen „Urlaub machen“. Ende März ist in 3 Wochen, es heißt also Gas geben.

Aus Antigua nach Nicaragua

Wie bereits erwähnt haben wir uns dafür entschieden 18 Stunden am Stück durchzufahren und keinen Zwischenstop in El Salvador einzulegen. Aus Antigua bzw. Guatemala City hat man mehrere Möglichkeiten mit dem Bus nach Nicaragua zu gelangen:

  • Chicken Bus
    Die günstigste zeitgleich allerdings auch zeitaufwendigste und anstrengeste Möglichkeit ist mit Sicherheit eine Reise mit einem Chicken Bus (alte Schulbusse aus den USA). Die Kosten hierfür belaufen sich je nachdem wo man langfährt und ob über Nacht oder nicht auf 25-35 $, bei einer geschätzten Reisezeit von etwa 22-24 Stunden.
  • Tica-Bus
    Der Tica Bus kostet auf dem direktem Wege aus Guatemala City 70 $ oder wenn man nicht durchfahren möchte und eine Nacht (von 21-03 Uhr) in El Salvador verbringen möchte 53 $ wobei man sich in El Salvador selbst um eine Unterkunft kümmern muss. Andernfalls kommen hier nochmals 22 $ für eine vom Tica Bus organisierte und verwaltete Unterkunft hinzu.
  • Platinum Bus
    Und dann ist da noch die teuerste, aber auch angenehmste Möglichkeit eines Direktbusses aus Guatemala City bis nach Managua für 84$. Aus Antigua zahlten wir 95 $ p.P. inklusive Taxi bis zum Abfahrtsort in Guatemala City. Das Busunternehmen hiess früher King Quality, hat sich jetzt allerdings umbenannt in Platinum.

Wir haben uns für den Platinum Bus entschieden. Die Busse sind wirklich klasse und auch für eine 18 Stunden Fahrt geeignet, es gibt sogar 3 Mahlzeiten, Getränke und Snacks sowie mehr oder weniger vernünftiges Wifi an Board. Da sollten sich die Busunternehmen in Deutschland mal eine Scheibe von abschneiden. Was ein bisschen blöd war, war die Tatsache, dass unser Bus auch in Leon in Nicaragua gehalten hätte wir jedoch schon ein Hotel in Managua gebucht hatten und somit Leon leider überspringen mussten.

Wie gefährlich ist Managua?

Wer viel liest, liest viel mist. Aber auch viel interessantes. Was haben wir (Nina) vorher alles für Schreckensgeschichten über Managua gelesen … Bloß nicht Taxi fahren die am Straßenrand warten, bloß nicht Nachts auf der Straße sein … Tja und jetzt stehen wir um 23 Uhr mitten in Managua, es ist dunkel und wir sind verloren. Wir haben zwar unser Hotel gebucht, wissen allerdings nicht wie wir dort hinkommen noch wo genau es ist. Vor dem Tor am Ausgang des Busterminals hatten sich schon 10 oder mehr Taxifahrer versammelt um die spät anreisenden Kunden zu befördern. Na super da stehen wir nun im Kopf noch immer dieses Mantra: „Sucht euch den Taxifahrer selbst, steigt nirgends ein, die überfallen euch“. Da fühlt man sich direkt viel besser. Unser „ausgesuchte“ Taxifahrer stellt sich aber als ganz nett heraus und fährt für uns für 1$ zum Hotel – Glück gehabt da sind wir dem Tod nochmal knapp von der Schippe gesprungen. Auch am nächsten Tag ist unser Taxifahrer freundlich und hilfsbereit. Managua, macht allerdings keinen wirklich hübschen Eindruck und so geht es für uns weiter nach Granada, einer Kolonialstadt am Nicaraguasee.

Granada – Nicaraguas schönste Stadt

Wir erreichen Granada aus Managua mit einem Bus innerhalb von 50 Minuten und zahlen dafür 1 $ – fairer Preis. In Granada ist es obwohl es direkt am Nicaraguasee liegt unglaublich schwül und heiß (ich bin dann immer nicht so wirklich zufrieden, bis 30 Grad gehts ja aber sobal die Temperaturen darüber liegen mögen mein Körper und mein Kopf das nicht mehr so wirklich, wenn es dazu noch schwül ist habe ich besonders viel Spass). Wir beziehen also erstmal unser Hostel das Mochilas und machen uns danach auf die schönste Kolonialstadt Nicaraguas genauer zu erkunden. Auch hier ist die Stadt um den zentral gelegenen Platz ausgerichtet, von dort aus führt eine sehr touristische „Einkaufsstraße“ bis fast zum See. Allerdings bleibt es auch bei dieser einen schönen Straße, der Rest Granadas kommt mir mehr oder weniger dreckig vor, da wird Abwasser über die Straße entsorgt, auch hier liegt überall Müll und in Kombination mit der Hitze entsteht ein nicht ganz so angenehmer Geruch. Wahrscheinlich sind wir einfach zu verwöhnt durch Puebla oder San Cristobal aber so wirklich schön erscheint uns Granada nicht wirklich.

Ometepe – Eine Insel mit 2 Bergen (bzw. Vulkanen) …

Es geht also weiter nach Ometepe. Ometepe ist eine recht große Insel im Nicaraguasee mit vulkanischem Ursprung. Mann könnte auch sagen: „Eine Insel mit zwei Bergen…“ Wir fahren mit dem Bus nach Rivas, von dort mit dem Taxi nach San Jorge und setzten von dort aus mit dem Boot über nach Moyogalpa. Man hätte auch direkt aus Granada mit dem Boot fahren können, allerdings hätte die Fahrt wohl um die 6 Stunden gedauert und außerdem ist es mit 14 $ p.P. recht teuer. Für unseren Weg bezahlen wir zusammen ca 6 $ p.P und sind noch dazu schneller.

Auf Ometepe mieten wir uns das erste mal auf der Reise einen Roller und machen damit die Insel unsicher – ein schöner Nebeneffekt, der Fahrtwind lässt gar nicht zu, dass man merkt wenn man sich ordentlich verbrennt (haben wir gehört…). Das gute an einer Insel ist ja auch, dass man sich eigentlich gar nicht verfahren kann, auf Ometepe, geht das allein schon deshalb nicht, weil die „Straße“ (hinter den Dörfern handelt es sich um nicht mehr als einen Feldweg) um die beiden Vulkane wie eine Acht verläuft, früher oder später kommt man also zwangsläufig zurück zu dem Ort an dem man auch gestartet ist. Wir fahren bis ans Ende der geteerten Straße bis nach Balgue, dort gibt es einen schönen Strand aus Vulkanerde und zu meiner Überraschung auch einen Einbaum – ein Boot aus einem Stamm mit dem sie hier wirklich auf den See hinausfahren. Ich bin total beeindruckt, hätte ich doch gedacht sowas gibt es nur bei den Eingeborenen im Amazonas (ja ok wir sind nicht soweit davon entfernt, ich freu mich aber trotzdem).

Weiter gehts an den nächsten Strand dieser ist interessanterweise ein weißer Sandstrand und das wo sie nur ca 5 Minuten auseinander liegen, verrückt. Wir genießen also ein bisschen die Stille und den wunderbaren Ausblick (ein Vulkan links, der andere Rechts) und machen uns schließlich auf den weg zum Ojo de Agua. Ojo de Agua liest sich ganz toll, es sind im wesentlichen aber „nur“ 2 Staubecken mit kristallklarem Quellwasser. Nach Aussage des Ticketverkäufers (wir zahlen je 3 $ Eintritt) fließt das Wasser unterirdisch vom Vulkan bis hierher und ist deshalb reich an Mineralien und allerlei gesundem Zeug. Wir schwimmen also eine Runde im Jungbrunnen, sind aber dennoch etwas enttäuscht denn so schön wie wir sie uns vorgestellt hatten sind sie nun wirklich nicht. (Ich weiss wir sind verwöhnt).

Nach ein einem erfrischendem Bad schwingen wir uns wieder auf unseren Feuerstuhl, fahren Richtung Ometepe Nationalpark Charco Verde und genießen die unberührte Natur. Auf die Vulkane klettern wir nicht denn obwohl es wirklich konstant sehr warm ist sind die Spitzen über unseren kompletten Aufenthalt in dichte Wolken gehüllt, naja wir hatten ja auch schon einen Vulkan.

Morgen geht’s weiter nach Monteverde in Costa Rica, man hört da soll es nicht so warm sein, wir sind gespannt.

Kommentare
2 kommentare zu “Lake Nicaragua und Ometepe”
  1. Marina sagt:

    Schöner Bericht, aber gestern war da doch noch ein Bild wo ihr Beide auf dem Roller sitzt. Nun ist es weg……
    Wer hats geklaut??????

  2. Jonas sagt:

    Klasse Blog.

    Wo habt ihr den Roller gemietet und was hat er gekostet?

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