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Ein paar entspannte Tage am See

Lake Atitlan

Der Lake Atitlan liegt in 1560m Höhe, hat eine Fläche von 130km² und ist damit der zweitgrößte See Guatemalas.

Wir erreichen den kleinen Küstenort Panajachel einen Tag später als gedacht am frühen Abend. Wir mussten mehr oder weniger unfreiwillig eine Nacht länger im El Zapote (dem Hostel, bei Semuc Champey) bleiben, weil unsere schon oft beschriebene im Vorraus gebuchte „Rundtour“ noch gar nicht bezahlt wurde. Wir hatten sie natürlich schon bezahlt allerdings hielt es das Unternehmen wohl nicht für nötig auch unseren weiteren Weg (die Übernachtung bei Semuc Champey und den Transport von dort bis nach Antigua) zu bezahlen. Für uns war das im nachhinein gar nicht so schlecht, so konnten wir immerhin noch einen kompletten Tag ohne richtiges Programm an einem wirklich schönen Ort verbringen. Außerdem mussten wir die Nacht nicht bezahlen, womit es zu einem wirklich günstigem Tag für uns wurde. Trotzdem blöd wenn man sich schon darauf eingestellt hatte am nächsten Tag irgendwo anders zu sein.

Von Semuc Champey geht es morgens gegen 5 Uhr los, die Buckelpiste zurück bis nach Lanquin, in Lanquin steigen wir um in ein Shuttle und werden bis nach Antigua gebracht. Auch wenn man überall liest, dass man aus Antigua nur bis mittags Direktverbindungen an den Lake Atitlan bekommt, fanden wir innerhalb von 5 Minuten ein Unternehmen mit Shuttle um 14:30 Uhr das uns nach Panajachel bringen sollte. Aus Antigua sind es dann nochmals ca 3,5 Stunden Fahrtzeit.

Panajachel am Lake Atitlan

Eigentlich wollten wir nur eine Nacht bleiben um am nächsten morgen direkt mit dem Boot überzusetzen nach San Pedro, aber wir blieben nun doch 2 Nächte. Panajachel ist mit abstand der größte Ort am Lake Atitlan, leider ist er auch der touristischste. Zu sehen gibt es gar nicht wirklich viel, natürlich kann man auch aus Panajachel Vulkantouren buchen oder sich mit einem Gleitschirm über den See fliegen lassen, abgesehen davon gibt es aber nicht wirklich viel zu tun. Ich fand den Ort nachts x-mal schöner als tagsüber, was allerdings auch daran lag, dass es tagsüber unbeschreiblich warm war und entgegen meiner Erwartungen nur wirklich selten Wind aufkam. Wir blieben also 2 Nächte und machten uns dafür dann in aller Frühe auf zum Bootsanleger. Hier wie eigentlich überall erkennen die zuständigen Kapitäne und deren Angestellten wie durch Zauberhand wo man denn eigentlich hin will. „San Pedro?“ „Si!“ mehr Konversation braucht es da gar nicht. Dann geht auch alles recht fix, Rucksäcke aufs Dach, Personen in das Boot, warten bis alle Plätze voll sind und los geht’s. Wir hatten uns natürlich den stürmigsten und somit wellenreichsten Tag seit langem ausgesucht und so schaukelten wir für ca 45 Minuten fröhlich auf und ab – in kleinen Booten macht das viel mehr Spass als auf großen Fähren :-)

San Pedro de Laguna

Wir erreichen San Pedro also morgens, beziehen unser Hostel das Hostel Fe und machen uns zu Fuß auf den Weg die Stadt bzw den Ort zu erkunden. Im wesentlichen besteht San Pedro aus einer Straße am Wasser, einem Hügel in der Mitte und einer weiteren Straße mit einigen Hostels, natürlich sind da noch unzählige Gassen, kleine Straßen und Wege aber nichts was wirklich erwähnenswert ist. Dafür dass San Pedro als günstigste Stadt am Atitlan bekannt ist und man immer wieder hört „da gibt es eine Woche Spanischunterricht mit Unterkunft, Essen und allem drum und dran für 50$“ fand ich es preislich relativ normal angesiedelt. Natürlich hat sich die Gastronomie und das ganze Umfeld inzwischen gut auf die ganzen Backpacker aus aller Welt angepasst und so gibt es beispielsweise, eine große Guacamole ab 15 Quetzales, was ca 1,50 € entspricht oder in der Happy Hour auch Cuba Libre für 50 cent – so kann man es ganz gut aushalten. Wenn einem dann aber doch langweilig werden sollte kann man wunderbar auf zahlreiche Toure zurückgreifen, immerhin ist der Lake Atitlan umgeben von 3 Vulkanen und allerlei anderer Berge die bestiegen werden können. Dabei sollte man jedoch immer ein Auge auf das angekündigte Wetter werfen, denn was gibt es ärgerlicheres als morgens um 5 Uhr aufzustehen, einen Vulkan zu erklimmen und dann in einer Wolkendecke gefangen zu sein und nichts zu sehen. Genau aus diesem Grund haben wir auch darauf verzichtet :-) Dafür machten wir eine vom Hostel organisierte Bootstour einmal um den See inklusive Schwimmen, richtig guten Burgern und günstigem Alkohol. Leider fing es auf der Hälfte der Strecke an zu regnen und so versammelten sich ca 50 angetrunkene Menschen unter Deck, es wurde also eine heiße, stickige Rückfahrt – war aber dennoch sehr gut. In San Pedro kann man auch super im Lake Atitlan schwimmen, die Wassertemperatur liegt wohl ganzjährig bei 20-22 Grad, das Wasser ist wirklich klar und größtenteils sauber :-) natürlich gibt es vereinzelt Plastikflaschen oder sonst was aber nicht so, dass es wirklich schlimm wäre. Wir genießen 4 ruhige Tage und machen uns auf zurück Richtung Antigua, soll es doch die schönste Stadt Guatemalas sein. Außerdem haben sie da auch Vulkane, ggf ist das Wetter dort freundlicher gestimmt und wir schaffen es endlich einen zu erklimmen.

Kommentare
3 kommentare zu “Lake Atitlan”
  1. Heike sagt:

    Hallo Ihr Lieben,
    welcher Satz war wohl für mich bestimmt?Ich hab ihn sofort heraus gefiltert !
    Kleine Boote,hohe Wellen = viel Spaß.
    Ich wär wohl geschwommen :-)

  2. TheBuzzT.an sagt:

    höma, ich dachte du fastest bis wir kommen :-D

    • jan sagt:

      höma, diesen Entschluss habe ich doch erst eine Woche später gefasst:-) Wir sind hier in diesem Internetz nicht ganz tagesaktuell…

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