Isla_holbox
2 Wochen auf Isla Holbox

2 Wochen, ein Hostel & Kartoffelpuffer

Wie die Zeit vergeht… Da sind die ersten 17 Tage schon vorbei und während wir normalerweise schon bald wieder an den Rückflug denken müssten fangen wir diesmal gerade erst an. Um richtig zu realisieren welch eine enorme Freiheit solch eine Reise mit sich bringt bedarf es 3-4 Wochen, das haben wir inzwischen von mehreren Langzeitreisenden gehört. Ganz zwischendurch kommt einem der Gedanke daran, dass das ja bisher erst der Anfang von alledem ist und was noch vor einem liegt. Es sind bisher kurze aber gute Momente der puren Freude und ich hoffe es kommen noch viele davon.

Diese ersten 2 Wochen sind eher eine Art Urlaub als tatsächlicher Teil der Reise – wir verbuchen sie auch noch unter der Erweiterten-Reisevorbereitung. Wenn ihr hier also neu seid, würden wir uns freuen wenn ihr uns das kommende Jahr hier begleitet.

Erweiterte-Reisevorbereitung, was genau soll man sich darunter vorstellen?
In den letzten 2 Wochen haben wir uns täglich mit 3 Stunden Spanisch-Unterricht beschäftigt um etwas besser für Südamerika gerüstet zu sein. 2 Wochen á 3 Stunden reichen natürlich bei weitem nicht aus um eine Sprache zu lernen und aller Anfang ist schwer aber es reicht jetzt zumindest um Gesprächen folgen zu können, seine Zustimmung bzw. Abneigung zum Ausdruck zu bringen, nach dem Weg zu fragen und so weiter.

Isla Holbox und das Tribu Hostel

2 Wochen Inselurlaub, auf einer kleinen Insel in der Karibik – was traumhaft klingt ist es auch und das diesmal sogar ohne den obligatorischen Haken. Da die Insel wohl komplett aus Sand besteht hat sie alles was man sich als Touri wünscht, helle Sandstrände (nicht so schön wie auf Koh Rong aber dennoch sehr einladend), viele Palmen und blaues Wasser. Als wir ankamen, begrüßte uns Holbox mit großen knietiefen Pfützen, es musste wohl die letzten 2 Wochen oft geregnet haben, inzwischen sind sie aber so gut wie alle ausgetrocknet.


Wir hatten sowohl das Tribu als auch unseren Spanischkurs schon in Deutschland gebucht und mussten uns deshalb diesmal nicht bemühen ein Hostel zu finden. Das Tribu hat den Ruf eines der schönsten Hostels ganz Yucatans zu sein und was sollen wir sagen? Stimmt! Es ist wirklich sehr schön, die Zimmer sind sauber, alle sind nett und es gibt abends immer wechselndes Programm in der Bar.


Die Insel besticht dadurch, dass es gar nicht so viel zu erleben gibt. Im Sommer (Mai-August) soll man vor der Küste wohl sehr gut mit Walhaien tauchen können. Da zur Zeit aber Winter ist (ja 20-26 grad) beschränken wir unsere sportlichen Aktivitäten auf eine Kayak-Tour durch die Mangroven weiter östlich. Die Tour kostet 350 Pesos/pp und ist ihr Geld auf jeden Fall wert, man fährt 3-4 stunden durch unberührte, wunderschöne Natur. Wir haben Glück, sehen 3 kleine Kaimane, viele Flamingos, Pelikane und jede menge weiterer Vögel. Highlight am Ende der Tour ist einer der schönsten Strände der Insel: weißer Sand und knietiefes türkis-blaues Wasser. Wenn ihr mal hier seid, schaut ihn euch unbedingt an (er ist auch zu Fuß zu erreichen, ca 1,5-2 Stunden ab dem Tribu).

Isla Holbox ist mit 27 Einwohnern je km² alles andere als dicht besiedelt, es gibt aber alles was das Herz begehrt: Supermärkte, viele Lokale einen Marktplatz und sogar ein Kino. Was es dafür nicht gibt sind Autos und asphaltierte Straßen. Der Verkehr läuft hier größtenteils via Golfcart auf sandigen Straßen, wenn es geregnet hat reiht sich hier eine Pfütze an die andere und es wird schwer trockenen Fußes in die Stadt zu gelangen.

Essen auf Holbox, was wann und wo?

Die Unterkunft im Tribu beinhaltet nur die reine Übernachtung, man muss sich also selbst um sein Essen kümmern. Dank einer großen Gemeinschaftsküche ist das aber kein Problem. Wir waren gar nicht so viel Essen und haben uns meistens selbst bekocht. Wenn ich allerdings ein Lokal empfehlen müsste wäre es hier wohl der Imbisswagen „Taco Queto“ es gibt große günstige Portionen.

Letzten Montag gab es ein großes „International Dinner“ im Tribu. Jeder Teilnehmer kocht etwas landestypisches aus seinem Heimatland und hat danach freie Auswahl an allen zubereiteten Speisen. Deutschland war dieses mal mit Kartoffelpuffern und Apfelmus vertreten. Es gab wirklich allerlei Köstlichkeiten, Quesadillas aus Mexiko, Paella aus Spanien, Mujaddara aus dem Libanon etc pp. und natürlich unsere Kartoffelpuffer :-) Selbstverständlich sind die gut angekommen, mein persönliches Highlight war allerdings das Mujaddara.


Eines Morgens entschied ich mich die kleinen überall in der Stadt verteilten Imbisswägen auszuprobieren, es gab ein super leckeres saftiges Hühnchen-baguette für umgerechnet 1,40€. Wenn euch ein Mexikaner sagt, die Sauce ist so mehr oder weniger scharf, lasst einfach die Finger davon, die sind höllisch und versauen euch das ganze Gericht. Hab ich gehört.

Allgemein kann man wohl sagen, dass man auch ohne Spanisch nicht verhungern würde, es macht die ganze Angelegenheit aber um ein vielfaches einfacher. Vielen Dank an die großartige Juliana

Außerdem?

Wie bereits geschrieben ist es eine ruhige Insel, wir beschränkten unsere Aktivitäten also auf Spaziergänge am Strand, spanisch lernen und faulenzen, außerdem fand eines abends ein Poker-workshop statt, da wir absolute Beginner waren wurde uns alles von einem Profi erklärt – Jeremy 29 aus Canada, er ist seit mehr oder weniger 1,5 Jahren unterwegs und finanziert sich die Reise mit was? Genau! Mit Poker, er spielt tatsächlich an manchen Tagen 8 Stunden an einem Stück und das an 7 Tischen zeitgleich, hat dafür an anderen Tagen frei und kommt so gut über die Runden.

Da ich mich noch nie für solch einen langen Zeitraum am Stück konzentrieren konnte, ist diese verdienstmöglichkeit wohl leider ausgeschieden aber immerhin können wir jetzt von uns sagen, dass wir wissen worum und wie es geht.

Wie und wann gehts weiter?

Morgen in aller Frühe (5 Uhr) geht es für uns weiter nach Valladolid, dort soll es schöne Cenoten und allerlei Natur geben. Mal schauen wann wie und wo wir da ankommen.
Viele sonnige Grüße (ihr könnt sie brauchen) aus Mexiko
Jan & Nina

Kommentare
11 kommentare zu “2 Wochen, ein Hostel & Kartoffelpuffer”
  1. Jörg sagt:

    Schön zu hören, dass es Euch so gut geht!
    Weiter so!
    Und immer schön bloggen!

  2. Melli sagt:

    Ich beneide euch. Türkisblaues Meer und Sandstrand könnte ich jetzt auch vertragen. Hier liegt Schnee :-/
    Viel süßes Gebrabel von Lenni an euch :-*
    Und natürlich auch liebe Grüße von mir :-)

  3. Nadine sagt:

    Wie wunderschön ist die Isla Holbox! Hach… Ich war grad auch Wärme tanken, in der H2O Sauna… Würde aber lieber tauschen! Werdet ihr in den Benoten tauchen / schnorcheln? Ich bin sehr gespannt!

    :-*, auch vom Morris!

  4. Kathy sagt:

    Eure Bilder sehen einfach traumhaft schön aus :)

    Fühlt euch gedrückt und geknuuuutscht :)

  5. RD sagt:

    Hallo ihr Beiden :-)

    Nett siehts da aus. Bitte Sonnencreme benutzen. Jan du hast schütteres Haar :-)

    Lieben Gruß vom Sonnendeck

  6. Juliana sagt:

    ¡Mis alumnos! ¡Los extraño! Fueron dos excelentes semanas.
    Trataré seguir su blog… aunque el alemán no es lo mío. Al menos las fotos me van a dar una idea de dónde están.
    Les dejo un beso grande.

  7. Marina sagt:

    Hallo Jan,
    wie gut ist dein Spanisch, kannst du uns das von Juliana übersetzen???
    Bedankt sie sich dafür das du ihr all die Kekse beim Unterricht weggefuttert hast??

  8. Aśka sagt:

    Gracias gracias gracias for the Polish potatoe puffer – the taste of home!!! :)
    Buen viaje y un beso grande.

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