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Was macht man eigentlich in Puebla?

365 Kirchen & eine Pyramide

Von Mexico City nach Puebla

Wie sollte es anders sein, auch hier fährt ein Bus, mehrere sogar, ca alle 45 Minuten einer. Nach ca 2 Stunden Fahrt durch zeitweise wirklich richtig schöne Landschaft (inklusive meterhohen Kakteen, wie man sie in Mexico erwartet) sind wir gegen Mittag in Puebla angekommen. Da der Busbahnhof etwas außerhalb liegt, wir aber natürlich direkt am Zócalo (dem Marktplatz) nächtigen wollten ging es noch ca 15 Minuten mit dem Taxi weiter. Die Sache mit den Taxis ist hier super gelöst, die ganze Stadt ist in Zonen aufgeteilt und je nachdem in welche Zone man möchte, zahlt man eben auch dafür. Der Marktplatz liegt vom Busbahnhof gesehen in Zone 2 und eine Fahrt in Zone 2 kostet 60 Pesos.

Rund um den Marktplatz, der im eigentlichen Sinne gar kein Marktplatz ist sondern vielmehr ein Versammlungsplatz und das Herz der Stadt, finden sich Cafés, Kirchen und natürlich allerlei teure Hotels. Unser Hotel liegt ca 4 Gehminuten vom Zócalo entfernt und ist die bisher günstigste Unterkunft auf unser Reise. Wir zahlen für eine Übernachtung im Doppelzimmer inklusive eigenem Bad 190 Pesos (ca 11 €). Wie eigentlich immer nutzen wir den ersten Tag um uns ein wenig in der Stadt zurechtzufinden und natürlich um ein Gefühl für „Land und Leute“ zu entwickeln.

Die größte dickste Pyramide der Welt steht in Cholula!

Und genau deshalb heisst es für uns am zweiten Tag: auf nach Cholula. Nach einem ausgiebigen Frühstück (für jeden einen Smoothies) ging es mit dem Bus in die Stadt mit den 365 Kirchen und der einen Pyramide. Der Bus fährt ca 30 Minuten und ist mit 7,5 Pesos p.P. ein Schnäppchen. Die „Gran Pirámide de Cholula“ ist mit ca 450 x 450 m Grundfläche und 66 m Höhe zwar nicht die höchste der Welt, aber immerhin die mit 4,45 Mio. Kubikmetern rein volumentechnisch die größte der Welt. Leider versteckt sich heute ein Großteil der Pyramide unter einer dicken Erdschicht weshalb sie von weitem auch nicht nach einer Pyramide aussieht, sondern vielmehr nach einem Erdhaufen auf dem eine Kirche steht. Die Kirche auf dem Erdhügel  der Pyramide heisst „Nuestra Señora de los Remedios“. Und auch wenn der Aufstieg nur 66 Meter beträgt, sind es doch 66 Meter in 2100 m Höhe – die sind auch anstrengend.

In Cholula stehen 365 Kirchen?!

Auch wenn man das immer mal wieder irgendwo liest, es stimmt nicht. Wir haben von oben geguckt und können euch beruhigen es gibt nicht für jeden Tag im Jahr eine eigene Kirche. Es sind sogar nur 37 und dann eben noch die viele Kapellen am Straßenrand, das sind aber auch nur 122 – macht zusammen 159 Gotteshäuser. Wenn man denn so will.

Auch wenn das Angebot an Kirchen gut war, haben wir uns dennoch dagegen entschieden und sind lieber über den lokalen Markt spaziert. Juhu, unser erster richtig mexikanische Markt. Hier gibt es wirklich alles was das Herz begehrt und natürlich noch viel mehr. Wir probieren Kaktus (ohne Stacheln) und bewundern die kleinen Obst- und Gemüsepyramiden. Kaktus schmeckt wie er riecht, irgendwie nach Pflanze und gar nicht mal so lecker.

Frisch gestärkt, genießen wir noch ein bisschen die Sonne und das kostenlose WLAN im Stadtpark und machen uns nachmittags wieder auf nach Puebla.

Wir blieben insgesamt 3 Nächte, haben viel Zeit damit verbracht einfach nur das Treiben auf dem Zócalo, die alten Gebäude aus Kolonialzeit und natürlich vegetarisches Essen zu genießen, das geht hier nämlich zur Abwechslung auch ganz hervorragend.

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