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Unsere Tour de Cenote

Valladolid – Stadt der Cenoten

Valladolid ist mit seinen knapp 50.000 Einwohnern eine verhältnismäßig große Stadt im südöstlichen Teil der Yucatan-Halbinsel. Wir erreichten, sie am Sonntag gegen 9 Uhr. Ein Hostel hatten wir noch nicht gebucht, gingen allerdings intuitiv in die richtige Richtung. Das Hostel Candalaria liegt nur 5-8 Gehminuten von der ADO-Busstation entfernt, direkt am Parque de la Candelaria. Auch wenn man uns noch nicht direkt sagen konnte, ob es wohl ein Bett für uns gibt wurden wir zum Frühstück eingeladen. Das Hostel Candalaria hat einen wunderschönen Garten, mitten in der Stadt. Es ist alles wunderbar verwinkelt und zugewachsen, bietet viel Platz für Hängematten, Outdoor-Küche, Waschstation (ja so richtig mit Scheuerbrett) und viele gemütliche Sitzgelegenheiten.

Gegen 12 Uhr stand dann auch fest, dass wir bleiben dürfen. Wir bezogen also unser Zimmer und machten uns erstmal zu Fuß auf die Stadt zu erkunden. Valladolid selbst ist eine sympathische Stadt, alle sind freundlich und interessiert. Es wurde sich sogar einmal bedankt, dass wir Mexiko bereisen. Kein Problem, wir sind gerne hier!

Cenote Zaci

Nachmittags ging es in unsere erste Cenote: Cenote Zaci. Praktischerweise liegt sie direkt in Valladolid und ist zu Fuß innerhalb von 15 Minuten zu erreichen. Wenn man (wie wir) durch ein Restaurant hinein geht, kann man sich sogar den Eintritt (15 Pesos) sparen …

Die Zaci-Cenote ist wirklich schön auch wenn es näherem Umfeld von Valladolid natürlich weitaus imposantere gibt. Wenn man schon einige gesehen hat, kann ich mir vorstellen, dass sie verhältnismäßig langweilig ist.

Die Cenoten Dzitnup und Samula

Montag machten wir uns dann direkt morgens gegen halb 8 mit dem Rad auf den Weg in Richtung weiterer Cenoten. Es gibt ab Valldolid mehrere Möglichkeiten zu starten, wir entscheiden uns mit den touristischsten (vermeidlich schönsten) anzufangen in der Hoffnung, dass Sie ggf morgens noch nicht so überlaufen sein würden.

Nach 7 km auf wirklich meistens gut ausgebauten Radwegen oder kaum befahrenen Straßen erreichten wir gegen kurz nach 8 die beiden Cenoten Dzitnup und Samula. Überraschenderweise war der Parkplatz noch komplett leer und so wirklich hat wohl noch niemand mit uns gerechnet, wir zahlten je Cenote 59 Pesos pP und hatten beide fast für uns alleine (ein paar Deutsche sind immer überpünktlich…).
Sie sind beide wirklich schön, das Wasser ist kristallklar und hat eine angenehme Schwimmtemperatur.

Cenote Tekom

Irgendwann, es wird wohl gegen kurz vor 10 gewesen sein entschieden wir uns weiterzufahren. Obwohl die Cenote Tekom ca 8 km entfernt ist begegneten wir auf der gesamten Strecke maximal 10 Autos. Tekom, so ist auch der Name des Ortes und zugegeben, wir sind erstmal an der Cenote vorbeigefahren – keine Schilder, kein nichts was darauf hinweist. Glücklicherweise halfen uns wiedermals ein paar freundliche Mexikaner. Wir verstanden trotz Spanischkurs nicht alles, aber Worte wie Centro und Policia ließen uns schließlich im Zentrum einen Polizisten fragen. Er wusste auch direkt was wir wohl wollen, holte einen Schlüssel und ging mit uns die 50 m über den Marktplatz und schloss uns dort ein kleines unscheinbares Gitter auf.  Für 10 Pesos p.P. darf man erstmal ca 40 m abwärts steigen um dann in einer fast komplett geschlossenen, mit klarem Wasser gefüllten Höhle mit ca 25m Durchmesser  zu stehen. In unserem Fall komplett allein. Es gibt zwar keine von der Decke hängenden Wurzeln und auch sonst nicht so viel zu sehen, aber ein privater Pool unter der Erde … was will man mehr.

Aus Tekom waren es dann 12 km mit dem Rad und trotz dem ganzen Geschwimme zwischendurch freuten wir uns auf die anschließende Dusche.

Cenote San Laurenzo Oxman

Dienstag Nachmittag besuchten wir dann noch mit 5 anderen Backpackern die Cenote San Lorenzo Oxman, eine sehr offene, sehr tiefe (63m) Cenote die nur 6 km vom Stadtzentrum entfernt liegt allerdings kaum irgendwo Erwähnung findet. Zu Unrecht, in der Cenote San Lorenzo kann man all das machen, was man sich in all den anderen auch wünschen würde. Es gibt eine riesige Rope-Swing, man darf vom „Beckenrand“ springen und es ist sogar erlaubt nach vorheriger Absprache aus 15 m Höhe zu springen.
Es hieß also, Füße zusammenhalten und auf ins kühle Nass. In 4-5 Tagen geht es dann evtl in Tulum weiter mit unser persönlichen Tour de Cenote.

Kommentare
3 kommentare zu “Valladolid – Stadt der Cenoten”
  1. Ach wie schön! :) Da würd ich jetzt auch gern schwimmen…

    Ich bin ein bisschen traurig das in euren Berichten „Chichén Itzá“ noch nicht zur Sprache kam. Da wart ich doch nun schon oder ? :) War es so unspektakulär oder gibt es dafür einen Exklusiv-Bericht? ;) Oder werden die typischen Touri-Ziele nun konsequent unerwähnt bleiben? Ich hoffe nicht…

    Grüße aus der Heimat <3

    • jan sagt:

      Sei nicht traurig;) wir schauen uns heute ggf noch eine Ruine an und wollten dann wie mit den Cenoten einen Sammelbericht machen. Das ist dann übersichtlicher, wir sind doch so Ordnungs-liebende Menschen.

  2. helga krueger u. heinz sagt:

    Wir sind begeistert freuen uns für Euch passt gut auf Euch auf,denn zum Empfang gibt es Schnittlauchsoße.Wir haben Euch voll in der Kontrolle.Küsschen von Heinz u. Helga die Ossis.

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