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Ein Zwischenstop im Hippie-Dorf

Mazunte – zu viel nichts

Aus Oaxaca ging es mit dem Nachtbus nach Pochutla und von dort aus für 10 Pesos nochmals eine halbe Stunde weiter bis an die Küste. Pünktlich gegen 9 Uhr sind wir in Mazunte angekommen, gerade noch früh genug um es mit den langen Klamotten bis zum Strand zu schaffen. Eine halbe Stunde später ist es bereits so schwül warm, dass man froh ist über jedes Kleidungsstück, das man nicht an hat.

Mazunte ist der wohl entspannteste Hippi-Ort an dem ich bisher war, bereits morgens liegt ein Grasgeruch über dem Ort der sich auch bis zum Abend nicht so wirklich verzieht. Wir wohnen im Hostel la Isla, einem kleinen wirklich nettem Hostel unter deutsch-argentinischer Leitung. Zu erleben gibt es in Mazunte nicht wirklich viel, deshalb ist es wohl auch bei vielen so beliebt. Für mich ist das nicht so wirklich was, mir geht diese ganze Entspannung ja spätestens am zweiten Tag auf die Nerven und ich fange an mich zu langweilen. Wir bleiben also nur eine Nacht und genießen die 2 Tage Entspannung, mit ein bisschen Programm und viel Sonne.

Punta Cometa

Am ersten Abend schauen wir uns den Sonnenuntergang am Punta Cometa an, jenem südlichsten Punkt Oaxacas im Pazifik an dem sich damals wohl schon die Maya den Sonnenaufgang angeschaut haben sollen. Bei Vollmond hat man das Glück sich Sonnenuntergang und Mondaufgang parallel um 180 Grad versetzt anzusehen. Wir sahen nur die Sonne, das war aber auch ok.

Wale, Delphine und Schildkröten

Am zweiten und somit letzten Tag unseres Aufenthalts entschied ich mich dazu eine Bootstour zu machen (Nina ging es nicht gut). Für 10€ kann man hier wenn man Glück hat Wale, Delphine, Schildkröten und allerlei andere Tiere sehen. Selbstverständlich hatte ich Glück und wir sahen alles. Meine (soweit ich weiss) ersten Wale – du lieber Herr, die sind ja gigantisch. Eine kleine Walfamile tauchte nur ca 10 Meter vom Boot entfernt fröhlich auf und ab. Da fragt man sich schon ab und zu, wie nah man denn an solche Tiere kommen kann bis sie sich entscheiden das Boot mal so mir nichts dir nichts umzuschupsen. Wenn ich ein Wal wäre würde ich es doch auch lustig finden. Leider kann man Wale nicht so super riesig auf Fotos abbilden, ihr seid also gezwungen sie euch irgendwann mal selbst irgendwo anzusehen, die sind wirklich groß und machen Spass. Weiter hinten in Meer warteten dann noch (hört sich jetzt übertrieben an aber ich bin fest davon überzeugt) 100te Delphine darauf vor, hinter und überall um das Boot zu schwimmen. Ich dachte ja bisher, das ist so ein Flippermythos, dass Delphine einfach aus Spass meterhoch in die Luft springen, Pirouetten drehen und gegenseitig fangen spielen. Wenn das hier nicht eine Horde entlaufener dressierter Delphine war, dann machen sie das allerdings wirklich freiwillig und auch ohne dafür irgendeine Gegenleistung zu bekommen. Diese Verrückten, fröhlichen, energiegeladenen Delphine find ich super. Auch hier gilt, angucken wenn ihr die Gelegenheit habt. Meeresschildkröten hatten wir ja in Akumal schon gesehen, deshalb musste ich mich auch nicht wie unser Guide und ausnahmslos alle anderen auf sie schmeißen um sie anzufassen, hochzuheben etc pp. Arme Schildkröte, naja immerhin wurde sie nicht gegessen, das passierte nämlich wohl noch bis in die 90er jahre in Mazunte. Anschließend ging es wieder Richtung Küste vorbei am weißen Toilettenfelsen (die Vögel vor Mazunte sind da sehr reinlich, sie machen mit Vorliebe auf einen Felsen, durch den ganzen Dreck und die ganze Säure ist er inzwischen ganz weiß) Richtung Riff, mal wieder ein Runde Schnorcheln.

Bis zum Nachmittag schließen wir uns dem ganzen Ort an und dösen im Schatten ehe es gegen 15 Uhr mit dem Colectivo zurück Richtung Pochutla geht. Wir haben Glück im Unglück und bekommen die letzten 2 zusammenliegenden Tickets für den Bus um 22:50 Uhr in Richtung San Christobal de las Casas – Toiletten-Plätze!

Kommentare
2 kommentare zu “Mazunte – zu viel nichts”
  1. Jörg sagt:

    Whale-watching!
    Irgendwann muß ich das auch mal machen!
    Schön, dass du es schon erlebt hast!

  2. Nadine sagt:

    Ich hoffe Nina ist wieder wohl auf? Uiuiui, Toilettenplätze lassen nasenunfreundliche Erinnerungen hoch kommen… Hört sich sonst alles wieder sehr beneidenswert an, in meinen Ohren auch das Faulenzen! ;-) Wir haben heut die ersten Impfen bekommen. Meningokokken tun höllisch weh!!!

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